Berührende Weihnachtsgeschichte am Rande des Landls

Kapelle mit Weihnachtsmotiv an der Braunmühl wurde saniert.

Als am Heiligen Abend bei Bianca und Erich Meier in der Braunmühle die Kerzen am Christbaum entzündet wurden, ging für die Familie ein ganz besonderes Jahr zu Ende. Die in der Region auch als „Mühlenbäcker“ bekannten Meiers blicken auf Monate voller persönlicher Höhepunkte zurück – und auf die Vollendung eines Herzensprojekts mit tiefen familiären und religiösen Wurzeln. Die Braunmühle liegt idyllisch und abgeschieden zwischen Mühlhausen und Greißelbach mit Blick Richtung Hofen und Sulzbürg.

Die kleine Kapelle dort wurde im Jahr 1884 von Franz Xaver Kürzinger erbaut. Über viele Jahrzehnte nagte der Zahn der Zeit an dem kleinen Gotteshaus. Schließlich nahmen Bianca und Erich Meier die Sanierung selbst in die Hand. Nicht alle Arbeiten konnten in Eigenregie erledigt werden. Ein besonderer Glücksfall war die Zusammenarbeit mit Reinhold Heck aus dem nur einen Kilometer entfernten Rocksdorf. Der ausgewiesene Fachmann für Kirchenmalerei und Altarrestaurierung übernahm sämtliche Innenarbeiten, restaurierte den Altar sowie die Kreuzwegdarstellungen und erwies sich einmal mehr als wahrer Meister seines Fachs.

Dass die Kapelle, die tagsüber an den Wochenenden stets geöffnet ist, große Aufmerksamkeit erfährt, zeigte sich auch beim Besuch der beiden Geistlichen Andreas Endriß (katholisch) und Alexander Proksch (evangelisch). Die beiden Geistlichen zeigten sich beeindruckt vom Engagement der Familie Meier und würdigten es als sichtbares Zeichen gelebten christlichen Glaubens in einer Zeit, in der diese Werte zunehmend in Vergessenheit geraten. Beide Pfarrer sagten ihre Mitwirkung an dem geplanten Einweihungsgottesdienst im Jahr 2026 zu.

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